Teilnehmer-Feedback

„Abgesehen davon, dass die Wildnisschule für mich die inspirierenste, herausfordernste, humorvollste und nachhaltigste „Schule“ in meinem Leben war (Hausaufgaben waren ein Genuss!!), waren diese Wochenenden eine wirkliche Gelegenheit meinem innersten Wesen nahe zu sein oder näher zu kommen. Das einfache und ehrliche Leben in der Gemeinschaft mit und in der Natur ist purer Reichtum!“

Elke Maierhöfer, Weiterbildung Wildnispädagogik (2013 – 2014) 


„Die Wildnispädagogik hat mir viele kleine Türen gezeigt, wie ich in das, was ich dachte zu kennen, nun selbst hineinkomme. Wenn ich aus der heutigen Sicht schaue, hatte ich das ‚Aquarium‘ vorher meist nur von außen betrachten können. Mir wurden nun Wege mitten hinein gewiesen, und gezeigt, wie man sich dort verhält. Vielen Dank für den guten Einstieg in dieses wilde Zeug!“

Marko Szobries, Weiterbildung Wildnispädagogik  (2013 – 2014)


„Als Sonderschullehrerin an einer Berliner Grundschule hadere zunehmend mit dem Deutschen Schulsystem. Alt, verstaubt, nicht kindgerecht und schon gar nicht gehirngerecht! Die Kinder sitzen zu viel, bearbeiten zu viele Kopien, sollen häppchenweise Deutsch, Mathe, Sachunterricht lernen, hetzten von A nach B.

Wo bleibt das Handeln, das Begreifen das Tun?  Werkstätten an Schulen gibt es selten oder gar nicht.

Zu viele Kinder sind auffällig in ihrem sozialen Verhalten, können keine Schnürsenkel binden, oder wissen kaum etwas vom Leben in der Natur.

Glücklicherweise gibt es in Berlin das SUZ (Schul-Umwelt-Zentrum). Hier lernen Schülerinnen und Schüler, dass Kartoffeln und Radieschen unter der Erde wachsen.

Immerhin hatte ich das Glück, und konnte die altersgemischte Klasse (1.-3. Kl.) beim Ausflug “Waldtag“ begleiten. Dieser “Waldtag“ fand etwa alle zwei Monate statt. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin. Nach langer Busfahrt,  endlich im Wald angekommen, hörte ich Kinder rufen: „Iiiii, Frau Buzin, eine Spinne!“, oder Kinder stöhnen: „Frau Buzin, ich kann nicht mehr laufen!“

Dank der Waldpädagogen (Henning und Kata), konnten sich die Kinder nach einiger Zeit entspannen und fanden es toll, herumzustreuen. Nebenbei lernten sie Bäume und ihre Früchte kennen, oder wie man Kräutersalz und Holundersaft herstellt.  Das Projekt “Schule im Wald“ war nach 2 Jahren vorbei, aber meine Motivation war groß.  Es musste eine andere Möglichkeit geben, mit Kindern zu arbeiten.

In der Wildnis- und Naturschule Havelland fand ich genau meine Fortbildung. In 6 Modulen durch den Jahreskreis. Das aktuelle Thema für das Wochenend- Modul war stets eine angenehme Überraschung. So lernten wir verschiedene wunderschöne, friedliche Orte im Land Brandenburg kennen.

Neuen gleichgesinnten Menschen begegnen, sitzen im Kreis und räuchern wie die Indianer, schweigen. Gemeinsam eine Laubhütte bauen, gemeinsam singen, Bäume umarmen- und mit ihnen reden. Ein persönliches Highlight war mein Sitzplatz im Grunewald –  meine Birke begrüßen, lauschen, mit Eulenblick schauen, durchlässig sein. Hier war ich ganz bei mir.

Gemeinsam Wildschweine, Rehe und Vögel beobachten, in die Stille hinein lauschen. Barfuß durch den Wald laufen, den Foxwalk üben, in der Jurte schlafen. Alleine in meiner selbstgebauten Lauthütte übernachten, in der Parforce-Heide Potsdam – Das war die Herausforderung für mich!

Feuerholz sammeln, Feuer schlagen, draußen kochen und essen, im Freien duschen, einen Korb flechten, einen Bow-Drill schnitzen, Tierspuren im Schnee bestimmen, und in der Schwitzhütte das Alte loslassen.  Das alles tat der Seele gut.

Ich fühle mich wieder mit der Natur verbunden. Kindheitserinnerungen aus Luckenwalde wurden geweckt: frei sein, entdecken, ausprobieren, Spaß haben, spielen, singen, tanzen, ohne Termine oder Verpflichtungen.  Einfach nur sein – im Hier und Jetzt.

Ich bin aufmerksamer, beobachte mehr, nehme mehr wahr, egal wo ich in der Welt unterwegs bin.

All die oben erwähnten Erfahrungen haben mich verändert. Ich nehme mir Zeit für mich!  Nicht Allein-Sein, sondern All-EINS sein, mit Allem verbunden. Das fühle ich jetzt.

Mein Weg wird mich vermutlich in eine Natur- bzw. Waldschule, oder Freie Schule führen. Ich möchte eine Lernbegleiterin sein, an einem Ort, der Raum für alternatives Lernen bietet.“

Karin Buzin, Weiterbildung Wildnispädagogik  (2016 – 2017)


Naturverbunden – das war ich schon immer. Leider hatte ich dies aus dem Blick verloren, das wollte ich unbedingt ändern – ich wollte wieder stärkeren Bezug zu meiner Umgebung, den Pflanzen, den Tieren. Obwohl ich keinen pädagogischen Hintergrund habe, entschied ich mich für die 1-jährige Wildnispädagogik.

Das erste Modul und die befremdlichen Rituale waren für mich zunächst ungewohnt, wurden aber schnell zu einer wertvollen Bereicherung. Ich erfuhr immer eine gesunde Mischung zwischen Wissensvermittlung, Austausch untereinander, Ausprobieren und Anregungen zum Erweitern der persönlichen Komfortzone. Schnell wuchs auch die Gruppe zusammen, und ich war jedes Mal gespannt, die neuen Geschichten der Anderen zu hören. Die Wochenenden in der Natur fanden immer an anderen, schönen Orten in Brandenburg statt, wobei sich jedes Modul um andere Themengebiete drehte. Zwischen den Modulen waren Hausaufgaben zu erledigen. Diese halfen mir am Ball zu bleiben und Neues zu lernen. Mein Fazit: Es war eine tolle Reise in die Natur, die für mich noch nicht zu Ende ist – es gibt noch viel zu entdecken!

Dr. Miriam Lübbecke, Weiterbildung Wildnispädagogik (2017 – 2018) 

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