Über uns

Die Wildnis- und Naturschule Havelland wurde im Jahr 2010 gegründet.

Wir sind vorrangig aktiv im Land Brandenburg – wir nennen das Land manchmal auch den „Wilden Osten“ Deutschlands. Hier gibt es mehr als 1800 Seen, zahlreiche Flüsse, Kanäle und Fließe, Kiefernwälder, Laubmischwälder, Heidelandschaften. Die Menschen, die hier wohnen, teilen ihren Lebensraum mit einer überwältigenden Zahl an Tierarten – darunter Rotmilan, Seeadler, Eisvogel, Waldkauz, Rotkehlchen, Großtrappe, Damhirsch, Rothirsch, Reh, Biber, Wolf, Fuchs, Dachs, Waldspitzmaus. Sogar einzelne Elche wurden hier schon nachgewiesen. Und ja, manchmal auch Mücken und Zecken. Die Artenvielfalt wird in insgesamt 477 Naturschutzgebieten erhalten und geschützt.

Was machen wir? Wir möchten euch dabei unterstützen, die Verbindungen zu eurer inneren und der euch umgebenden Natur zu stärken oder wiederherzustellen. Wir begleiten euch dabei, Erfahrungen dazu in der Natur zu sammeln. Dabei teilen wir mit euch unser Wissen und unsere eigenen Erfahrungen. In diesem Zusammenhang bieten wir spannende und interessante Kurse für alle Interessierten jeder Altersklasse an, für Ferienkinder und -familien, für Schulklassen sowie Seminarwochenenden als Fortbildungsprogramme für Erzieherinnen und Erzieher.

  • Erfahrungen und Wissen über das Leben mit und in der Natur
  • Kurse für alle Menschen, die sich von den Inhalten angezogen fühlen
  • Veranstaltungen für Ferienkinder und -familien
  • Veranstaltungen für Schulklassen
  • Fortbildungsprogramme für PädagogInnen und alle Interessierten
  • Grünes Klassenzimmer
  • Team Events

 Zur Wildnis-und Naturpädagogik

Wir leben in einer Welt, in der inzwischen ein sehr tiefgreifendes naturwissenschaftliches Verständnis existiert. Schüler und Studenten lernen beispielsweise im Biologieunterricht Details über die Photosynthese, über die Vererbungsgesetze, über die Reizleitungen des Nervensystems, über den stofflichen Austausch an der Oberfläche der Pflanzenwurzeln und vieles mehr.

Gleichzeitig ist aber das lebendige Wissen über die uns unmittelbar umgebende Natur bei den meisten Menschen eher gering ausgeprägt. Die Fähigkeiten zur sinnlichen Wahrnehmung der natürlichen Umgebung sind hinter dem Schleier des Alltags und dem oft damit verbundenen Stress, hinter dem Nebel alltäglicher Gewohnheiten und Ablenkungen verborgen. Aber sie existieren als vorhandenes Potenzial – bei jedem Menschen. Das Wissen darüber, welche Heilkräuter in unserer Umgebung wachsen, wie die Vögel heißen, die im Frühling im nächsten Park oder Waldstück singen, von welchen Wildpflanzen ich mich ernähren kann; das Bewusstsein, mich in innerer Geborgenheit als Teil des Lebensnetzes zu fühlen – das ist alles irgendwie mehr oder weniger abhanden gekommen. Warum ist das so? Vielleicht hatten wir in unserem Leben nie die Chance bekommen, es zu lernen?

Natur- und Wildnispädagogik eröffnen Wege und Werkzeuge, die abhanden gekommene Naturverbindung zum Leben zu erwecken, wiederherzustellen, zu reparieren – oder, wenn sie bereits vorhanden ist, zu pflegen und auszuweiten.  Die Naturpädagogik schöpft dabei viel aus dem Konzept des „Flow Learning“ Joseph Cornells. Die angewandten Prinzipien der Wildnispädagogik basieren auf Jon Young`s Methoden, die er in seiner Wilderness Awareness School in Nordamerika mit großem Erfolg einsetzt und ständig weiterentwickelt. Sie haben ihren Ursprung unter anderem in der nordamerikanischen Tracker School Tom Brown Jr.´s und greifen auf tiefgründiges Erfahrungswissen verschiedener indigener Kulturen zurück. Wollte man den Geist der Wildnispädagogik mit wenigen Worten ausdrücken, könnte man folgende Liste aufschreiben:

  • Naturverbindung
  • Sinneswahrnehmung
  • Achtsamkeit
  • Bewusstsein
  • Gemeinschaft
  • Respekt
  • Toleranz
  • Fertigkeiten für’s draußen sein / „Survival Skills“ / Bushcraft

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